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Familienorientierung


Das Leben im Sonnenheim ist überschaubar und gibt dadurch Sicherheit und bietet Halt. Der Alltag wird von Mitarbeitern getragen, die mit den Kindern das Leben teilen und sich an deren Bedarf orientieren. Die Gruppe ist wie in der Großfamilie alters- und geschlechtsgemischt. Daraus leiten sich auch Regeln und Ordnungen ab, die Voraussetzung sind für ein gelingendes Zusammenleben sind. Zugehörigkeit gibt dem Einzelnen bestimmte Rechte und Pflichten und fordert auch Einschränkungen. Es entstehen Rollen und hierarchische Ordnungen, die unterstützt werden, da sie ja gerade soziales Lernen ermöglichen. Die Kinder und Mitarbeiter duzen sich, Nähe und Distanz richtet sich nach den Bedürfnissen und der Lebensgeschichte der einzelnen Personen. Da die meisten Kinder Defizite im Bindungsbereich haben, sollen sie hier Versäumtes nachholen und nachreifen können. Die Bezugserzieher – jedes Kind hat eine Bezugsperson speziell für sich – sind bewusst nicht Vater oder Mutter, aber sie geben Mütterliches oder Väterliches, soweit dies für die Entwicklung des Kindes notwendig ist. Sie bieten damit eine Versorgungsbeziehung an. Die eigentliche Identitätsfindung wird durch die Arbeit mit der Familie, also mit den leiblichen Wurzeln der Kinder initiiert und von uns begleitet. 

Die Grundbedürfnisse nach Bindung, Autonomie, Selbstwertgefühl und körperlichem Wohlbefinden sind im Augenmerk der Mitarbeiter. Je nachdem, in welchem Bereich das Kind Defizite hat, muss es darin begleitet und bestärkt werden.